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All that’s left Vor einem knappen halben Jahr habe ich hier Sarah Raichs Kurzgeschichtensammlung „Dieses makellose Blau“ vorgestellt. Ein nachhaltig beeindruckendes und unbedingt lesenswertes Buch. Dementsprechend war ich auf das Romandebüt von Sarah Raich gespannt. Als ich das erste Mal davon hörte, dass „All that’s left“ eine Dystopie werden soll, war ich doch etwas überrascht. Dieses makellose Blau besticht mit einem brutalen Realismus. Wie verträgt sich das mit einem Genre,…

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Behemoth Seitdem ich Brian Aldiss Starship gelesen habe, finde ich das Konzept der Generationenraumschiffe äußerst spannend und vor allem thematisch sehr ergiebig. Aldiss hat gezeigt, dass man mit unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten spielen kann. Gesellschaftliche Evolution in einer Nussschale, quasi. T.S. Orgel knüpfen, hinter dem Autorennamen T. S. Orgel stehen die Brüder Tom und Stephan Orgel, mit Behemoth an dieser Traditionslinie an, steuern aber recht wenig innovatives dem Genre bei. Nichtsdestotrotz ist…

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Maos langer Schatten Am 14. Juni wird zum ersten Mal der Deutsche Sachbuchpreis vergeben. Als „Sachbuchpreisblogger“ durfte ich bereits „Flucht. Eine Menschheitsgeschichte“ von Andreas Kossert vorstellen. Als zweites Buch habe ich mir Daniel Leeses „Maos langer Schatten“ ausgesucht. Wenn man mit einer Sinologin verheiratet ist, bleibt ein gewisses Interesse für Ostasien nicht aus. Gerade erst habe ich Kai Vogelsangs ausgezeichnetes Sachbuch „China und Japan. Zwei Reiche unter einem Himmel“ hier…

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 China und Japan China ist eines der ganz großen Themen des aktuellen Sachbuchmarktes. Zwar erscheinen mit großer Regelmäßigkeit Bücher über das „Reich der Mitte“, aber meist werden diese nicht von Fachleuten für China, sondern von Politikberatern, Sicherheits- oder Militäranalytikern oder von Ökonomen geschrieben, die vom „Gegenstand China“ recht wenig Ahnung haben, dafür aber viel ideologisches Gepäck mit sich herumtragen, mit dem sie mehr über den Zustand des Westens aussagen als…

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Flucht. Eine Menschheitsgeschichte Der Historiker Andreas Kossert hat mit Flucht. Eine Menschheitsgeschichte ein Standardwerk und den Lackmustest für Empathie, Demokratie und Menschenrechte vorgelegt. Nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2021, ausgezeichnet mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis 2020 und mit dem Preis für „Das politische Buch“ 2021 der Friedrich-Ebert-Stiftung. Und dem Thema des Deutschen Sachbuchpreises folgend „Lesen.Denken.Reden.“, kann kein Weg daran vorbei gehen, dass Kossert auch mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet wird.…

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Herbst in Nordkorea Was wissen wir über Nordkorea? Irgendwas mit einem verrückten Führer, wobei lange Zeit unklar war, welche Atommacht sich des irrsten Führers rühmen durfte. Apropos Atommacht – irgendwas mit Raketentests und Atomkriegsdrohungen war da auch noch. Eine Militärdiktatur und völlige Armut fallen einem vielleicht auch noch ein. Aber so richtig wissen wir eigentlich recht wenig über Nordkorea. Dient das Land doch eher als Negativ zur Selbstvergewisserung. Kapitalismus gut,…

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Montecrypto Das Genre Thriller meide ich mittlerweile, weil es weitestgehend auserzählt ist, genauso wie Krimis. Es gibt nichts Neues mehr zu lesen, sondern nur noch die tausendste Abwandlung der immer gleichen Ideen. Ausnahmen mache ich nur für wirklich großartige Erzähler und Worldbuilder wie Tom Hillenbrand oder Daniel Suarez. Was ich bei Hillenbrands großartigen Thrillern/Krimis Drohnenland, Hologrammatica und Qube bereits angemerkt hatte, schlägt bei Montecrypto voll durch. Während Hologrammatica überall überzeugen…

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Dieses makellose Blau Heute ist Indiebookday und nachdem ich schon zwei großartige Bücher aus dem Verbrecher Verlag und dem homunculus Verlag vorgestellt habe, folgt heute der kleine Berliner Verlag mikrotext. Ein Verlag “für Texte mit Haltung und für neue Narrative”. Und nachdem ich Sarah Raichs “Dieses makellose Blau” gelesen habe, möchte ich hinzufügen: ein Verlag mit dem Gespür für das Besondere und Außergewöhnliche. Denn Sarah Raichs Kurzgeschichten sind Ausschnitte aus großen…

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Gogols Disko Am 20. März ist Indiebook Day und ich werde hier einige fantastische Bücher aus Indieverlagen vorstellen. Ziemlich beeindruckend vorgelegt, hatte gerade Asja Bakićs „Mars“ aus dem Verbrecher Verlag und es folgt Paavo Matsins „Gogols Disko“ aus dem kleinen aber feinen homunculus Verlag. Gogols Disko würde niemals in einem großen Verlag erscheinen, da es für solch Literatur keinen großen Absatzmarkt gibt. Zugegeben Paavo Matsins surrealistische Posse ist schon special…