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Das Totenbuch der Tibeter Das Totenbuch der Tibeter ist mal eine echte Special-Interest Rezension. Diese Ausgabe erschien erstmals 1976 bei Diederichs und wurde nun als Klassiker neu aufgelegt. Es handelt sich dabei um eine eigenständige Übersetzung des Meister des tibetischen Buddhismus Chögyam Trungpa, der auch die unverzichtbare und ausgezeichnete Einleitung geschrieben hat. Ohne diese wäre das Tibetische Totenbuch zweifelsohne für den Laien nicht verständlich. Dabei ist der Name „Totenbuch“ ziemlich…

Qube Vor fast zwei Jahren, am 4. März 2018, schrieb ich in der Rezension zu Hologrammatica: „Wer sich solche Detailtiefe einfallen lässt, liebt seine eigens geschaffene Welt. Und das merkt man Hologrammatica auch an. Manchmal wünschte man sich sogar, Hillenbrand würde diese großartige Welt nicht aufgeben, sondern in Folgeromanen vertiefen.“ Am 15. März folgte dann auch „Crasher“, eine Kurzgeschichte im Hologrammatica-Universium. Die kleine Road-Novel war natürlich nicht mehr als ein…

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Gesund Leben Wer die Rezensionen hier etwas länger verfolgt, hat sicherlich schon mitbekommen, dass zunehmend Bücher aus dem Bereich Gesundheit, Ernährung, Minimalismus, Achtsamkeit und Buddhismus hinzugekommen sind. Man kann wohl zurecht von einer Balanceverschiebung der Interessen hin zum Wesentlichen sprechen (ohne dass dabei alte Interessen verabschiedet werden). Deswegen hat mich Lipmans Buch Gesund Leben auch sofort angesprochen. Was mir bisher fehlte, war der ganzheitliche Ansatz. Zwar gibt es ausgezeichnete Bücher…

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Auf dem Weg Yongey Mingyur Rinpoche ist ein Meditationslehrer und Meister des tibetischen Buddhismus. In eine traditionsreiche Familie geboren, begann seine Ausbildung bereits als Kind. Mingyur Rinpoche verbindet seine Studien der tibetischen Meditation und Philosophie mit den Erkenntnissen der modernen westlichen Wissenschaft. Neben Psychologie sind es vor allem die Neurowissenschaften, die seine Ausführungen über persönliche Erfahrungen bereichern. Im Juni 2011 verließ Mingyur Rinpoche sein Kloster in Bodhgaya mitten in der…

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Wie Buddha im Gegenwind Die Erwartungen werden komplett enttäuscht, weil der Titel  äußerst irreführend ist. Was Buddha dort zu suchen hat, weiß nur die Marketingabteilung, denn außer ein paar Abreißkalenderweisheiten, kommen tiefgründigere Gedanken nicht vor. Im Gegenteil werden sogar wichtige Erkenntnisse des Buddhismus in den Überlegungen Gabriela Urbans konterkariert. Auch die Suggestion der Weltreise stimmt nicht, da die 22 Länder in unterschiedlichen Zeitabschnitten besucht werden. Und die Kündigung spielt eigentlich…

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Herr Fliegenbein und die Suche nach der Stille Bereits 1908 schrieb der großartige Theodor Lessing „Der Lärm. Eine Kampfschrift gegen die Geräusche unseres Lebens.“ Der erste Satz lautet: „Ungeheuerliche Unruhe, grauenhafte Lautheit lastet auf allem Erdenleben.“ Ein Satz den Astrid Göpfrichs Protagonist Herr Fliegenbein sofort unterschreiben würde. Um sich diesem Grauen zumindest ein wenig zu entziehen, rennt Herr Fliegenbein nämlich ständig mit einem Ohrenschutz herum. Allerdings nicht mit einem dezenten…

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Christina Dalcher – Vox Bekanntlich enthält die von Fantastik und Mythen nur so strotzende Bibel als heiliges Buch des Christentums auch etliche tiefgründige, dem rauen Leben abgewonnene Weisheiten, verkleidet in Gleichnissen oder Aussprüchen. Zu den geläufigsten Dikta zählt „Wer Wind sät, wird Sturm ernten” nach Buch Hosea, Kapitel 8, Vers 7. Mit Blick auf die radikal-rabiate Neufassung politischer Gepflogenheiten und Partnerschaften durch die US-amerikanische Administration um Staatsoberhaupt Trump, ist anzunehmen,…

Zeev Sternhell – Faschistische Ideologie. Eine Einführung Wer nicht nachvollziehen kann, warum die bürgerliche Gesellschaft so lange zuschaut, wie Rechtsextremisten in die Mitte der Gesellschaft drängen. Wer es einfach nicht verstehen kann, warum linke Gruppierungen das Vokabular und die Politik autoritärer Rechter übernehmen. Wer dem Gefühl, dass die liberale Demokratie ins Wanken gerät, profunde Analyse zugrunde legen will, der sollte Zeev Sternhells „Faschistische Ideologie“ unbedingt lesen. Denn „die nationalistische, präfaschistische…

Cover Die Einsamkeit des Langstreckenläufers

Alan Sillitoe – Die Einsamkeit des Langstreckenläufers Die Einsamkeit des Langstreckenläufers ist ein Klassiker. Ein Klassiker der sogenannten Protestliteratur. Die 1959 von Alan Sillitoe veröffentlichte Erzählung war zur damaligen Zeit eine Provokation der Kultur des Establishments, als auch der etablierten Literaturwelt. Der 17-jährige Ich-Erzähler Smith ist ein Kleinkrimineller, ein moderner Outlaw, der in seinem eigenen jugendlichen Slang (mehr oder weniger gelungen übersetzt) seine Geschichte erzählt. Smith ist dabei im besten…