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Don’t Worry Gegenwärtig fällt es leicht zu verzweifeln. Klimakatastrophe, Krieg, Inflation und Rezession, um nur einige wenige schwerwiegende Probleme unserer Zeit zu nennen. Aber auch unzählige kleinere Alltagssorgen und Ängste sind Stressoren, die die Psyche belasten können. Dabei machen wir uns häufig das Leben selbst schwer. Der Zen-Mönch Shunmyo Masuno bietet mit Don’t worry einen kleinen aber äußerst feinen Ratgeber „für ein gelassenes Leben“. Über Buddhismus kann man viel lesen,…

Die Arena Wer hier öfter mitliest, weiß, dass ich ein großer Frankreich und Paris Liebhaber bin. Obwohl man mittlerweile schon fast sagen kann: war. Nun möchte ich kein Grundsatzurteil fällen, aber die Entwicklungen in Frankreich sind äußerst bedenklich und irritierend. Aber selbstverständlich auch hausgemacht. Wer seine koloniale Vergangenheit und Gegenwart nicht angemessen aufarbeitet und weiterhin mit einem weitverbreiteten und akzeptiertem rassistischen Welt- und Menschenbild den Migranten begegnet, darf sich über…

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Zen und die Kunst, die Welt zu retten Im Moment ist es wirklich leicht zu verzweifeln. In Europa herrscht Krieg und es wird sogar mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Gleichzeitig gerät die Klimakatastrophe in den Hintergrund, dabei hat sie genau das gleiche Potenzial die gesamte Menschheit auszulöschen. Pandemien, Wirtschaftskrisen, Ausbeutungen, Rassismus und Verschwörungsglauben, Flucht und Vertreibung, die Liste der Ungerechtigkeiten und der Lebensfeindlichkeit scheint endlos. Der kürzlich verstorbene großartige…

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Volk im Wahn Lange galt in Deutschland das Diktum „Nie wieder!“ in der Nachfolge der Verbrechen des Zweiten Weltkrieges. Dabei ist „Nie wieder!“ nur die verkürzte Parole von „Nie wieder Krieg!“ oder „Nie wieder Auschwitz!“. Wobei letzteres ebenfalls die Parolisierung eines viel weitreichenderen Sinnzusammenhanges ist. In Erziehung nach Auschwitz schrieb Theodor Wiesengrund Adorno: „Jede Debatte über Erziehungsideale ist nichtig und gleichgültig diesem einen gegenüber, daß Auschwitz nicht sich wiederhole. Es…

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Das Buch der fünf Ringe Anaconda hat wirklich schöne Bücher im Programm. Aber dieses hier ist vollkommen absurd. Offensichtlich feiern irgendwelche gewaltaffinen Manager japanische Samurai ab, weil sie in die alten Texte ihre eigene menschenverachtende Lesart hineininterpretieren. Ganz so wie Musashi den Buddhismus verbiegt, damit er sein Tötungsgeschäft damit in Einklang bringen kann. Apropos Buddhismus, der kommt, ebenso wie der im Klappentext genannte Daoismus auf den ersten knapp 115 Seiten…

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Stalker Der Film Stalker des sowjetischen Regisseurs Andrei Tarkowski ist ein Kulturphänomen. Science-Fiction at it’s best. Ein ruhiger Erzählstil, eine besondere Bildästhetik, Spannung, die eher als Suspense denn mit der Drehbuchbrechstange daher kommt. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die Brüder Strugatzki das Drehbuch für Tarkowski geschrieben haben. Dieses beruht wiederum lose auf ihrem Roman „Picknick am Wegesrand“. Und was läge da näher endlich einmal den Roman zusammen mit „Die…

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Wandlungskünstler Unser Garten ist weitestgehend ein Naturgarten. Mit Totholz, Büschen, Bäumen, Gräsern, vielen Wildblumen, einem kleinen Teich, zwei winzigen „Sandkästen“, einem selbstgebasteltem Bienenhotel, mehreren Vogelfutterstellen, einer großen Wasserschale und viele Kleinigkeiten mehr, die den Garten zu einem kleinen Biotop machen. Über 30 Vogelarten fühlen sich bei uns Wohl, dazu Igel, Eichhörnchen, Schnecken und vor allem unzählige Insekten, geradezu ein Paradies für die kleinen Wandlungskünstler. Ebenso wie die Spinnen sind Insekten…

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Horizonte Alexander Gerst und Lars Abromeit haben bereits bei dem Bildband 166 Tage im All zusammengearbeitet, einem Bildband zu den beiden ISS-Aufenthalten von „Astro-Alex“. Ein sehr schöner und interessanter Bildband mit einem nicht ganz unerheblichen Wermutstropfen. Damals schrieb ich, „dennoch, in ihrem nächsten Band ‚Horizons‘ muss da mehr kommen.“ Denn der Informationsgehalt von 166 Tage im All hielt sich doch arg in Grenzen. Klar ein prinzipielles Problem von Fotobänden. Nichtsdestotrotz…

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Herz der Finsternis Alle paar Jahre lese ich Joseph Conrads Herz der Finsternis. Für mich eines der herausragendsten Bücher aller Zeiten. Als Liebhaber von Francis Ford Coppolas Apocalypse Now ist das auch recht naheliegend. Mittlerweile habe ich so mehrere Übersetzungen kennen, aber nur eine schätzen gelernt. Die beste Übersetzung, oder vielleicht angemessener, die stimmungsvollste Übersetzung hat für mich Daniel Göske geleistet. Diese ist 1991 bei Reclam als klassisches kleines gelbes…