Kategorie Archiv: Roman

cover Stalker

Stalker Der Film Stalker des sowjetischen Regisseurs Andrei Tarkowski ist ein Kulturphänomen. Science-Fiction at it’s best. Ein ruhiger Erzählstil, eine besondere Bildästhetik, Spannung, die eher als Suspense denn mit der Drehbuchbrechstange daher kommt. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die Brüder Strugatzki das Drehbuch für Tarkowski geschrieben haben. Dieses beruht wiederum lose auf ihrem Roman „Picknick am Wegesrand“. Und was läge da näher endlich einmal den Roman zusammen mit „Die…

cover all thats left

All that’s left Vor einem knappen halben Jahr habe ich hier Sarah Raichs Kurzgeschichtensammlung „Dieses makellose Blau“ vorgestellt. Ein nachhaltig beeindruckendes und unbedingt lesenswertes Buch. Dementsprechend war ich auf das Romandebüt von Sarah Raich gespannt. Als ich das erste Mal davon hörte, dass „All that’s left“ eine Dystopie werden soll, war ich doch etwas überrascht. Dieses makellose Blau besticht mit einem brutalen Realismus. Wie verträgt sich das mit einem Genre,…

cover Behemoth

Behemoth Seitdem ich Brian Aldiss Starship gelesen habe, finde ich das Konzept der Generationenraumschiffe äußerst spannend und vor allem thematisch sehr ergiebig. Aldiss hat gezeigt, dass man mit unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten spielen kann. Gesellschaftliche Evolution in einer Nussschale, quasi. T.S. Orgel knüpfen, hinter dem Autorennamen T. S. Orgel stehen die Brüder Tom und Stephan Orgel, mit Behemoth an dieser Traditionslinie an, steuern aber recht wenig innovatives dem Genre bei. Nichtsdestotrotz ist…

cover montecrypto

Montecrypto Das Genre Thriller meide ich mittlerweile, weil es weitestgehend auserzählt ist, genauso wie Krimis. Es gibt nichts Neues mehr zu lesen, sondern nur noch die tausendste Abwandlung der immer gleichen Ideen. Ausnahmen mache ich nur für wirklich großartige Erzähler und Worldbuilder wie Tom Hillenbrand oder Daniel Suarez. Was ich bei Hillenbrands großartigen Thrillern/Krimis Drohnenland, Hologrammatica und Qube bereits angemerkt hatte, schlägt bei Montecrypto voll durch. Während Hologrammatica überall überzeugen…

cover_Der_vierte_Mond

Der vierte Mond Vorab und um die folgende Kritik richtig einzuordnen und die Autorin zu schützen zum Geleit: Wer einen eskapistischen Roman lesen möchte und nur geringe Ansprüche an Glaubwürdigkeit, Logik und den Science-Aspekt der Fiction hat, kann hier einen sehr unterhaltsamen Near-Future-Thriller lesen und braucht die Rezension nicht weiter beachten. Unterhaltsame vier Sterne wären es wohl. Allerdings ist Kathleen Weises „Der vierte Mond“ ein sehr ambivalentes Lesevergnügen. Das liegt…