Kategorie Archiv: Roman

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All that’s left Vor einem knappen halben Jahr habe ich hier Sarah Raichs Kurzgeschichtensammlung „Dieses makellose Blau“ vorgestellt. Ein nachhaltig beeindruckendes und unbedingt lesenswertes Buch. Dementsprechend war ich auf das Romandebüt von Sarah Raich gespannt. Als ich das erste Mal davon hörte, dass „All that’s left“ eine Dystopie werden soll, war ich doch etwas überrascht. Dieses makellose Blau besticht mit einem brutalen Realismus. Wie verträgt sich das mit einem Genre,…

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Behemoth Seitdem ich Brian Aldiss Starship gelesen habe, finde ich das Konzept der Generationenraumschiffe äußerst spannend und vor allem thematisch sehr ergiebig. Aldiss hat gezeigt, dass man mit unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten spielen kann. Gesellschaftliche Evolution in einer Nussschale, quasi. T.S. Orgel knüpfen, hinter dem Autorennamen T. S. Orgel stehen die Brüder Tom und Stephan Orgel, mit Behemoth an dieser Traditionslinie an, steuern aber recht wenig innovatives dem Genre bei. Nichtsdestotrotz ist…

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Montecrypto Das Genre Thriller meide ich mittlerweile, weil es weitestgehend auserzählt ist, genauso wie Krimis. Es gibt nichts Neues mehr zu lesen, sondern nur noch die tausendste Abwandlung der immer gleichen Ideen. Ausnahmen mache ich nur für wirklich großartige Erzähler und Worldbuilder wie Tom Hillenbrand oder Daniel Suarez. Was ich bei Hillenbrands großartigen Thrillern/Krimis Drohnenland, Hologrammatica und Qube bereits angemerkt hatte, schlägt bei Montecrypto voll durch. Während Hologrammatica überall überzeugen…

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Der vierte Mond Vorab und um die folgende Kritik richtig einzuordnen und die Autorin zu schützen zum Geleit: Wer einen eskapistischen Roman lesen möchte und nur geringe Ansprüche an Glaubwürdigkeit, Logik und den Science-Aspekt der Fiction hat, kann hier einen sehr unterhaltsamen Near-Future-Thriller lesen und braucht die Rezension nicht weiter beachten. Unterhaltsame vier Sterne wären es wohl. Allerdings ist Kathleen Weises „Der vierte Mond“ ein sehr ambivalentes Lesevergnügen. Das liegt…

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Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt Endzeitfantasien und (post)apokalyptische Szenarien haben nicht erst seit Corona eine neue Hochzeit. Dabei scheinen mir diese Subgenres weitestgehend auserzählt zu sein. Spätestens seit der 10jährigen Zombieschwemme, die wir mittlerweile ertragen müssen, beginnt das Thema eher zu nerven, denn zu begeistern. Zumal die Geschichten von Gewalt- und Militarismusfantasien vollkommen übersättigt sind. Und dann bricht der in Deutschland fast vollkommen unbekannte Autor Charlie…