Kategorie Archiv: Roman

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American War Selbstmordattentäter sprengen sich an Grenzübergängen in die Luft oder reißen unzählige Unschuldige auf belebten Plätzen in den Tod. Autonome Drohnen werfen ihre Bomben und Raketen über vermeintlichen Feinden ab. Heckenschützen verbreiten Angst und Terror. Todesschwadronen verwüsten ganze Landstriche. Massaker an Zivilisten und Flüchtlingen, Vergewaltigungen, Kriegsverbrechen jeder Art, brutalste Folter – der neue Bürgerkrieg der USA spart nicht mit Grausamkeiten. Selbst biologische Kampfstoffe werden eingesetzt. Millionen und Abermillionen Tote…

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Picknick am Wegesrand Ich habe den Film Stalker des sowjetischen Regisseurs Andrei Tarkowski das erste mal vor etwa 15 Jahren gesehen. Für mich war es eine cineastische Offenbarung. Ähnlich wirkten nur Koyaanisqatsi, Apocalypse Now Redux oder weniger künstlerisch dafür inhaltlich überraschendere und innovative Science Fiction Filme wie Contact, Brazil, Akira, Alien oder Event Horizon. Stalker ist jedoch ein Film der aufzeigt, warum diese Kunstform zur Literatur gezählt wird. Das Drehbuch…

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Der Spiegel im Spiegel Der grandiose Michael Ende hat nicht nur phantastische Kinder- und Jugendbücher geschrieben, er hat auch einige Bücher für Erwachsene veröffentlicht. Ein ganz besonderes ist Der Spiegel im Spiegel. Ein Labyrinth. Es ist eine Kurzgeschichtensammlung, die düsterer und surrealer kaum sein könnte. Es gibt Gewalt, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, endlose Trauer und unendliche Schmerzen. Es gibt Hoffnung und Zuversicht. Aber vor allem gibt es Verwirrung. Denn erst, wenn man…

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Superposition Kat Kaufmanns Superposition scheint mir eines der meist fehlrezensierten Bücher am Markt zu sein. Sie erhielt den aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt 2015. In der Begründung heißt es: „Der Schriftstellerin Kat Kaufmann gelingt es in ihrem Debüt-Roman ‚Superposition‘ in großartiger Weise, die großen Fragen unserer Zeit neu zu stellen.“ Diese Vorlage diente den meisten Rezensenten dann wohl dafür, Kaufmanns Roman in die die großen Fragen unserer Zeit hineinzupressen. Es…

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Die Geschichte der Bienen Der Beginn einer bitteren Dystopie: die meisten Insekten sind ausgestorben inklusive der so wichtigen Bienen. Als Folge herrschen Hungersnöte, die Menschheit ist stark dezimiert und Weltwirtschaft und Zivilisation sind weitgehend zusammengebrochen. Im China des Jahres 2098 übernehmen deshalb Menschen die Aufgabe der Bestäubung von Nutzpflanzen. Heerscharen von Menschen, die für einen Hungerlohn arbeiten. Um das Überleben des Kollektivs zu sichern, muss sich der Einzelne in China…

Winternähe In Deutschland gibt es keine Antisemiten mehr. Es ist nicht länger das Land der Täter, sondern jetzt ist es ein Land der Menschenrechtsverteidiger. Wir haben aus der Geschichte gelernt. Nie wieder Auschwitz ist nicht länger der Schlachtruf vereinzelter Soziologen – jetzt ist es Staatsräson und Banner der Gerechtigkeit des vereinten Deutschlands. Mirna Funk gibt in ihrem Debütroman Winternähe einem der vermeintlichen Menschenrechtsaktivisten, der seine Aktivität allerdings vornehmlich auf Palästinenser…