cover starfight
SciFi:
Alan Dean Foster
Preis:
Appel und Ei

Rezension von
Bewertung:
4

Auf einen Blick:

Spaßig (trashiger) Klassiker der SciFi Nerdkultur

Starfight

Motiviert von dem mittelprächtigen Extraleben, dem äußerst unterhaltsamen Armada und dem genialen Ready Player One wollte ich auch noch Starfight lesen. Schließlich ist Starfight zusammen mit Orson Scott Card Ender’s Game quasi die Mutter der drei genannten Bücher. Deswegen wimmelt es in diesen ja auch nur so von Referenzen. Und da es ewig her ist, dass ich den Film gesehen habe, dachte ich mir, dass das doch ein wunderbarer Anlass ist, um Starfight zu lesen. Und um es gleich vorweg zu sagen, es ist das mit Abstand beste Buch von Alan Dean Foster, das ich gelesen habe.

Und somit habe ich auch die Chance Foster etwas zu rehabilitieren. In meinen drei Rezensionen zu Alien, Aliens und Alien 3 kommt er ja nicht ganz so gut weg. Hier gelingt es ihm aber wesentlich besser nicht nur Szenen nachzuerzählen, sondern tatsächlich mehr Charakter, Gedanken und Gefühle zu beschreiben. So weicht das Buch dann auch an einigen Stellen vom Film ab, was ich als sehr angenehm empfinde. Schließlich folgt die Bildsprache einer anderen Logik als die Schriftsprache.

Die Geschichte ist natürlich schnell erzählt (so wie sie auch schnell gelesen ist). Der 18-jährige Alex Rogan wächst in ärmlichen Verhältnissen in einem Trailer Park auf. Seine Freizeit verbringt er damit an einem Arcade Automaten zu spielen, wenn er denn nicht gerade wieder jemanden in der Wohnwagensiedlung zur Hand gehen muss. Da es für junge Menschen kaum etwas anderes zu tun gibt, wird Alex zu einem, heute würde man sagen, Pro-Gamer in dem Spiel Starfight. Schon bald stellt sich heraus, dass das Spiel nicht einfach nur ein Spiel ist, sondern von Außerirdischen aufgestellt wurde, um die besten Piloten der Galaxie auszumachen. Denn die fortschrittliche Welt Rylos hat sich so weit entwickelt, dass sie keine Krieger mehr besitzt, was sich als etwas ungünstig erweist, für den Fall, dass man angegriffen wird. Was natürlich gerade der Fall ist.

Alex wird also vom Aracade-Krieger zum Sternenkrieger. Der Traum eines jeden jugendlichen Gamernerds. All das Spielen war also nicht umsonst, sondern ermöglicht ihm nun Rylos und gleich die ganze Galaxie zu retten. Überraschungen im Plot darf man ebenso wenig erwarten, wie Tiefe oder sprachliche Zungenschläge. Dafür ist es eine wunderbar nostalgisch-banale Unterhaltung. Und für SciFi-Nerds auch einfach ein Kennenlernen von Ursprüngen von Popkultur und Referenzen in zahlreichen anderen Büchern.

Und da das Buch für einen Appel und ein Ei erhältlich ist, kann man es mal schnell zwischendurch lesen.

 

Starfight. Der Roman zum Film von Jonathan Betuel
Alan Dean Foster
Übersetzt von Ulrich Mihr
Broschiert
219 Seiten
Verlag: Knaur (1985)
Preis: nur noch gebraucht erhältlich
ISBN: 978-3426012185